Düsseldorf (ots) – Die angeblich bevorstehende Einstellung des
Verfahrens gegen Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke und den früheren
Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel stößt bei den Betroffenen
der Bespitzelungsaffäre auf Kritik. “Die Meldungen über eine
angeblich unmittelbar bevorstehende Einstellung der Ermittlungen
gegen Klaus Zumwinkel und Kai-Uwe Ricke wundern mich sehr”, sagte
der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum der “Rheinischen Post”
(Montagausgabe). Baum beruft sich dabei auf eine Erklärung der
Staatsanwaltschaft Bonn, vor einer “Schlußentscheidung über Anklagen
oder Nicht-Anklagen” zunächst den Betroffenen und ihren Anwälten
Akteneinsicht zu gewähren. Diese Akteneinsicht, so Baum, “scheint nun
nach langem Streit mit den Anwälten der Beschuldigten endlich
bevorzustehen. Insofern sehe ich keinen Anlass für plötzliche Eile”.
Baum vertritt gemeinsam mit der früheren Bundesjustizministerin
Hertha Däubler-Gmelin die von der Telekom bespitzelten
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat.
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