Düsseldorf (ots) – Die Folgen des schweren Erdbebens in Chile sind
noch nicht abzuschätzen. Doch mit bislang mehr als 300 Toten und
enormen Verwüstungen ist es die schlimmste Tragödie für das Andenland
seit 50 Jahren. Westeuropa wird von einem Orkantief durchgeschüttelt
- Tote in Frankreich und Deutschland. Die Infrastruktur gerät auch
hier durcheinander – so wie in den USA, wo am Wochenende
hunderttausende Haushalte ohne Strom dasaßen, weil heftige
Schneefälle den Errungenschaften der Zivilisation die Grenzen
aufzeigen. Zwischen den Ereignissen gibt es keine direkte Verbindung.
Und doch machen alle drei Katastrophen deutlich, dass die Natur die
Menschen im Griff hat und nicht umgekehrt.
Der von dem Erdbeben ausgelöste Tsunami hat Gott sei Dank nicht die
befürchteten Schäden auf Hawaii und Australien ausgelöst. Das
Frühwarnsystem für 50 Länder der Region hat funktioniert. Warnsysteme
für Erdbeben gibt es nicht, Warnungen vor Orkanen schon, und trotzdem
ist die Schneise der Verwüstungen beeindruckend. Die Lehre aus allem
kann nur größtmögliche Vorsorge sein, beim Bau von Häusern oder dem
Design von Notplänen. Wer das dafür nötige Geld nicht aufbringen kann
oder will, der muss weiter mit dem Schlimmsten rechnen.
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