Rheinische Post: CDU ins Kanzleramt



Düsseldorf (ots) – Kanzlerin Merkel lud private Unterstützergruppe der Niedersachsen-Die von Bundespräsident Christian Wulff in seiner Amtszeit als niedersächsischer Ministerpräsident ins Leben gerufene private CDU-Unterstützergruppe “Club 2013″ wurde am 28. August 2009 von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Berliner Kanzleramt empfangen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der SPD-Bundestagsfraktion hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post” (Freitagsausgabe) vorliegt. Demnach empfing der damalige Kanzleramtschef Thomas de Maizière (CDU) rund 30 Personen der Initiative, die die CDU Niedersachsen finanziell unterstützt, zu einem Gespräch. Dem war ein “Fototermin mit der Bundeskanzlerin vorgeschaltet”, heißt es in dem Schreiben. Im Zusammenhang mit der Kreditaffäre Wulffs war der “Club 2013″ in die Diskussion geraten. Die CDU in Niedersachsen hat die Unterstützerinitiative nach US-Vorbild gegründet. Bei den regelmäßigen Treffen des Clubs treten Mitglieder der Landesregierung auf, unter anderem CDU-Ministerpräsident McAllister. Die SPD kritisiert, dass den Mitgliedern so der Zugang zu Regierungsmitgliedern gewährt wurde. “Spenden, auch aus der Wirtschaft, sind zulässig, aber sie dürfen nicht mit dem exklusiven Zugang zu Regierungsmitgliedern verknüpft werden”, sagte der SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann der Zeitung. Er habe den Eindruck, dass Christian Wulff “das unzulässige Sponsoringsystem von Jürgen Rüttgers kopiert hat”.

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