Düsseldorf (ots) – Den Finanzbehörden liegen nach einer aktuellen
Schätzung der Deutschen Steuergewerkschaft bundesweit etwa 13000
Selbstanzeigen von Steuersündern vor, berichtet die in Düsseldorf
erscheinende “Rheinische Post” (Mittwochsausgabe). Die Anzeigen
würden Mehreinnahmen von “deutlich mehr als einer Milliarde Euro” in
die Staatskassen spülen, sagte Gewerkschafts-Chef Dieter Ondracek der
Zeitung. Die meisten Selbstanzeigen kämen von Bürgern aus
Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. In der
Pro-Kopf-Betrachtung liege auch die Hansestadt Hamburg weit vorn.
Die Steuergewerkschaft kritisierte Pläne der Union, die Regeln bei
Selbstanzeigen zu verschärfen. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion will
für Steuersünder die Verzugszinsen deutlich erhöhen. “Dann wäre die
Selbstanzeige nicht mehr attraktiv genug”, sagte Ondracek.
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