Düsseldorf (ots) – Trotz aller Bemühungen der Politik, jedem
Jugendlichen ein Ausbildungsangebot zu machen, bleiben Zehntausende
ohne Job auf der Strecke. In den vergangenen Jahren sind knapp
100.000 Bewerber aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit
herausgefallen, “für die keine Informationen zum Verbleib vorliegen”,
heißt es im noch unveröffentlichten Bildungsbericht der
Bundesregierung, der der “Rheinischen Post” (Samstagausgabe)
vorliegt. Der Bildungsbericht kritisiert die Situation als
“unbefriedigend”. Dort heißt es: “Hier besteht ein hohes Risiko, dass
diese Jugendlichen quasi unbemerkt aus dem Bildungssystem
herausfallen mit den bekannten negativen Folgen für die
Beschäftigungsfähigkeit des Individuums.” Als Gründe für den Schwund
in der Vermittlungs-Statistik nennt die Bundesagentur die
Möglichkeit, dass die Jugendlichen eine Alternative gefunden hätten
oder “auch die fehlende Motivation der Jugendlichen, sich um ihre
Belange zu kümmern.” Nach einer Umfrage für den
Berufsbildungsbericht hat nur etwa jeder fünfte ehemalige Bewerber,
der ohne Angaben aus der Vermittlungsstatistik verschwunden ist,
tatsächlich einen Ausbildungsplatz gefunden.
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