Düsseldorf (ots) – Als Barack Obama bald nach seinem Amtsantritt
seine Vision von einer Welt ohne Atomwaffen bekräftigte, haben das
viele nicht sehr ernst genommen. Noch so eine schöne, aber leider
ziemlich unrealistische Ankündigung, hämte man in so mancher
Regierungszentrale. Dass die Menschheit von seinem großen Ziel
vermutlich noch Generationen entfernt ist, das weiß auch der
US-Präsident. Aber man kann ihm nicht vorwerfen, dass er nicht die
Ärmel hochkrempeln würde, um es zu erreichen. Nach dem Abschluss
zäher Atom-Abrüstungsverhandlungen mit den Russen ging es bei dem
Gipfel in Washington jetzt um die Kontrolle spaltbaren Materials, das
Terrorgruppen in die Hände fallen könnte. Und auch hier hat Obama
schon einen Achtungserfolg erzielt: Dass die Ukraine ihre Bestände an
Nuklearmaterial aus Sowjetzeiten in die USA überstellen will, wäre
noch vor kurzem nicht zu erwarten gewesen.
Wie weit sich die USA und China in der Frage neuer Sanktionen gegen
den Iran angenähert haben, muss sich indes erst noch zeigen. Klar ist
aber, dass der Schwung in den Bemühungen um eine Kontrolle der
atomaren Bedrohung das Mullah-Regime zunehmend unter Druck setzt. Wie
es scheint, hat man Obama auch in Teheran kräftig unterschätzt.
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