Düsseldorf (ots) – Nach dem Tod von drei Bundeswehrsoldaten in
Afghanistan hat der Bundeswehrverband eine mangelnde Ausbildung und
Ausrüstung beklagt. “Die Fallschirmjäger schreiben uns, dass sie
unzureichend ausgebildet in den Einsatz geschickt wurden”, berichtete
Verbandssprecher Wilfried Stolze der Rheinischen Post
(Mittwoch-Ausgabe). Die Soldaten forderten, nicht erst im
Einsatzgebiet an den Fahrzeugen ausgebildet zu werden. Aufsitzen und
Absitzen unter Gefechtsbedingungen müssten schon in Deutschland geübt
werden, erläuterte Stolze. Am Freitag war ein Bundeswehrsoldat beim
Absitzen getötet worden, zwei weitere Soldaten starben bei Gefechten
mit den Taliban. Vermisst werde eine ausreichend starke
Infanteriekomponente, kritisierte der Bundeswehrverband. Es gebe
nicht genügend Fachkräfte für den Infanteriekampf. “Die Infanterie
ist im Moment die Achillesferse des Afghanistan-Einsatzes”, sagte
Stolze. Die Ausrüstung entspreche nicht der Situation, die tagtäglich
von Gefechten geprägt sei.
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