Rekordsaison in Schwetzingen



(pressebox) Schwetzingen, 15.06.2009, Mehr als 23.000 Besucher und eine Auslastung von 94 Prozent sorgten für ein Rekordergebnis bei den Schwetzinger Festspielen 2009. Auch die Einnahmen durch Kartenverkäufe erreichte eine neue Spitzenmarke. Festivalleiter und SWR-Hörfunkdirektor Bernhard Hermann zeigt sich hoch erfreut über den Verlauf der Festspiele und das Gesamtergebnis: "Die Schwetzinger Festspiele sind künstlerisch längst in der Europa-Liga angekommen, und die Entwicklung der Besucherzahlen zeigt, dass sich mutige Programme und Erfolg nicht ausschließen."

Nach rund 50 Veranstaltungen – zwei Opernproduktionen und 43 Konzerten – endete das Festival am vergangenen Samstag mit der traditionellen "Cena Ultima". Die weltberühmten King’s Singers, das Bläserquintett Con Fuoco, eine 100 Meter lange Festtafel im Orangeriegarten und ein Barockfeuerwerk bildeten den festlichen Rahmen für das fünfstündige Schlussspektakel der Festspiele.

Mit Wolfgang Rihms Uraufführungsoper "Proserpina" und Georg Friedrich Händels "Ezio" wurden auch in diesem Jahr wieder gemäß der Schwetzinger Dramaturgie zwei großartige Musiktheaterwerke der Gegenwart und Vergangenheit dem Publikum in außergewöhnlichen Inszenierungen von Hans Neuenfels und Günter Krämer präsentiert.

Acht thematische Konzertprojekte bildeten den programmatischen Rahmen für das sechswöchige Festspielgeschehen.

Die fünf Veranstaltungen des Komponistenportraits "Jörg Widmann – Im Sog der Klänge" mit dem Artemis Quartett waren ebenso ein Publikumsmagnet wie die Joseph Haydn gewidmete Serie von sechs Konzerten mit renommierten Klaviertrios. Das amerikanische Emerson String Quartet bestätigte an drei Abenden seine Extraklasse mit Kompositionen der Wiener Klassik und der Klassischen Moderne.

Vom Publikum umjubelt, spielten in der Reihe "Klavierissimo" die Pianistenstars Elisabeth Leonskaja, Marc-André Hamelin, Radu Lupu, Arcadi Volodos, András Schiff, Grigory Sokolov und Maria João Pires Klaviermusik aus drei Jahrhunderten.
Auch die weiteren Festspielprojekte wie "Orchestermusik der Jahrhunderte", "Schwetzingen Vokal" oder "Grenzgänge" fanden großen Zuspruch und begeisterte Zustimmung.

Junge Künstler und junge Besucher spielen in der Festivalplanung eine besondere Rolle: Der Programmschwerpunkt "Oper macht Schule" lockte rund 200 Schüler zur Probenphase der Opernproduktion von Händels "Ezio" ins Schwetzinger Schloss.
Die "Woche der Begegnung junger Musiker" mit Musikstudenten aus Deutschland und Österreich fand ihren fulminanten Abschluss in der "Langen Nacht im Rokoko-theater". Und wie seit zwölf Jahren, so war auch in dieser Saison die sonntägliche Matinee-Reihe mit fünf Konzerten den jungen Profis vorbehalten: "Rising Stars" spielten Bach und Mendelssohn.

Durch maßstabsetzende Interpretationen sind die Veranstaltungen der Schwetzinger Festspiele für das Radioprogramm SWR2 ebenso wie für die mehr als 100 internationalen Rundfunkanstalten, die weltweit rund 500 mal Aufzeichnungen der Festspiele ausstrahlen, ein äußerst begehrtes Angebot.

Die Schwetzinger Festspiele 2010 finden vom 24. April bis 13. Juni 2010 statt.

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