Berlin (ots) – Anlässlich des heutigen Weltverbrauchertages
erklärt die verbraucherpolitische Berichterstatterin der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Lucia Puttrich MdB:
Verbraucherthemen sind allgegenwärtig – dennoch steht der
Anlegerschutz seit Monaten ganz oben auf der Agenda. Wir befinden uns
derzeit in einem wichtigen Prozess, in dem der finanzielle
Verbraucherschutz ein neues und deutlich verbraucherfreundliches
Gesicht erhält. Dass eine solche Operation nötig ist, zeigt uns die
Vergangenheit: Verluste von 20 bis 30 Milliarden Euro haben
Verbraucher durch die Finanzmarktkrise erlitten. Vor allem mangelnde
Transparenz führte in der Vergangenheit zu falschen
Kaufentscheidungen. Darauf haben wir mit einem Maßnahmenbündel
reagiert. Die Union will sich aber nicht auf Lorbeeren ausruhen,
sondern weitere Verbesserungen im Sinne der Anleger umsetzen. Das
vergangene Woche durch Bundesfinanzminister Schäuble vorgestellte
Eckpunktepapier knüpft genau hier an: Die Ausweitung der
Beratungsprotokolle auf den grauen Kapitalmarkt und die Stärkung der
BaFin sind wichtige verbraucherfreundliche Ergänzungen.
Aber auch die Finanzkompetenz der Bevölkerung gilt es zu
verbessern, und zwar möglichst schon in den Schulen. Weder Verbote
noch Gesetzespakete ersetzen den Verstand. Ebenso brauchen wir
Berater, die nicht primär auf die Provision schauen, sondern Produkte
empfehlen, die der speziellen Lebenssituation des Kunden entsprechen.
Viele Kunden wissen gar nicht, dass Finanzvermittler versteckt
mitverdienen – an dem einen Produkt mehr, an dem anderen weniger. Und
solange das nicht offengelegt ist, wird dem Kunden auch nicht klar,
warum eine Anlage besonders stark empfohlen wird – weil sie wirklich
so gut ist, weil sie in dieser Woche noch verkauft werden muss oder
weil die Provision so attraktiv ist. Eine Honorarberatung als
Wahlmöglichkeit für den Verbraucher könnte eine Option für mehr
Wettbewerb und einen kundenfreundlicheren Verkauf sein.
Verpflichtende Berufsqualifizierungen und Berufshaftpflichten für
Finanzvermittler, die auch außerhalb von Banken arbeiten, sollten
vorgeschrieben werden.
Der Kunde ist König – und sollte nicht nur am Weltverbrauchertag
von Banken so behandelt werden.
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