(pressebox) Mainz/Koblenz, 29.10.2009,
Hohen militärischen Besuch empfing Generalmajor Gerhard Stelz, Befehlshaber im Wehrbereich II (WBK II), im "Erbacher Hof", der Akademie des Bistums Mainz. Anlässlich der Regionalen Kommandeurtagung begrüßte er den Stellvertreter des Generalinspekteurs und Inspekteur der Streitkräftebasis, Vizeadmiral Wolfram Kühn, sowie den Befehlshaber des Streitkräfteunterstützungskommandos, Generalleutnant Manfred Engelhardt.
Offizialprälat Dr. Peter Hilger eröffnete die Tagung seitens des Bistums Mainz mit einem Grußwort. Er überbrachte die Grüße von Karl Kardinal Lehmann und wünschte den gut 70 versammelten Kommandeuren aus dem Wehrbereich II einen guten Tagungsverlauf. Generalmajor Stelz erinnerte an das 1.000-jährige Weihjubiläum des Doms, in dessen Schatten die Menschen in "schweren Stunden" stets geflüchtet seien. Dies habe jedoch nichts mit der Agenda der Veranstaltung zu tun.
Die Offiziere befassten sich mit dem Thema "Prozessanalyse" und untersuchten, wie sich ihre Aufgabenerfüllung durch prozessorientiertes Denken und Handeln effektiver gestalten lässt. Für das WBK II stellte dessen Befehlshaber die Hauptaufgaben als Kernprozesse vor: Sicherstellen der Auslandseinsätze, Ausbildung und Bereitstellung der Führungsunterstützungskräfte sowie die Führung von Einsätzen im Inland. Oberst i.G. Thomas Humm, Abteilungsleiter G1 im WBK II und Vorsitzender des Beirates für das Koblenzer Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft (BzBwWi), und dessen Leiter Oberst d. R. Hans-Joachim Benner zeigten gemeinsam am Beispiel der Kooperation Bundeswehr und Wirtschaft die vielfältigen Gestaltungsformen der gemeinsamen Personalgewinnung und Personalqualifizierung auf.
Zweckmäßige Methodik
Generalleutnant Engelhardt zog in der fünften und damit letzten Regionaltagung über das prozessorientierte Denken und Handeln in der Streitkräftebasis ein vorläufiges Fazit: "Die Methodik ist zweckmäßig und liefert Ansatzpunkte für Optimierungsmaßnahmen, die umzusetzen sind." Vizeadmiral Kühn war mit den Ergebnissen "sehr zufrieden". Die Streitkräftebasis als der zentrale militärische Organisationsbereich zur Unterstützung der Bundeswehr im Einsatz und im Grundbetrieb bestehe nun seit zehn Jahren. Jetzt seien ihre Fähigkeiten – beispielsweise in der Führungsunterstützung, im Feldjägerwesen der Bundeswehr oder in der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit im In- und Ausland – in der Leistungserbringung bei knappen Ressourcen zu optimieren. Das Denken in Prozessen diene als eine andere Betrachtungsweise beim Herangehen an Probleme. Es helfe den militärischen Vorgesetzten, die Verantwortung für ihre Führungsaufgabe besser wahrzunehmen.
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