(pressebox) Erfurt, 25.09.2009,
Das Bruttoinlandsprodukt in Thüringen ist im 1. Halbjahr 2009 ge-genüber dem Vorjahreszeitraum um 6,3 Prozent gesunken. Damit schneidet der Freistaat deutlich schlechter ab als der Durchschnitt der neuen Bundesländer (-4,5 Prozent) und bewegt sich ungefähr auf dem Niveau Gesamtdeutschlands (-6,8 Prozent).
"Die Zahlen bestätigen unsere Befürchtungen. Der konjunkturelle Einbruch hat in der Thüringer Wirtschaft erwartungsgemäß tiefe Spuren hinterlas-sen", kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser die heute vorgelegten Daten.
Wiederholt hätte die IHK Erfurt auf die starke Abhängigkeit des Thüringer Wirtschaftswachstums von der Auftragslage in der Automobilindustrie hin-gewiesen und vor den gravierenden Folgen der Rezession gewarnt. Leider habe die Landespolitik zu lange an der These festgehalten, dass der Frei-staat mit einem "blauen Auge" aus der Wirtschaftskrise davon komme und deshalb in manchen Situationen nicht entschieden genug reagiert.
"Die immensen Probleme der Automobilbauer treffen den Freistaat beson-ders hart", so der IHK-Chef. Enorme Verluste der ehemals umsatzstärksten Thüringer Branche von einem Drittel im Inland und nahezu der Hälfte im Export würden natürlich negativ auf die Gesamtentwicklung durch-schlagen. "Immerhin ist jeder vierte Arbeitsplatz in der Thüringer Industrie direkt oder indirekt mit dem Fahrzeugbau oder dem Fahrzeugzulieferbe-reich verbunden", macht Grusser auf die Bedeutung der Branche im Frei-staat aufmerksam.
Ungeachtet dessen sieht der IHK-Hauptgeschäftsführer inzwischen die konjunkturelle Wende erreicht und die Thüringer Industrie endlich wieder im Aufwärtstrend.
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