Köln (ots) – Das Erste, Sonntag, 07.03.2010, 12.03 – 12.45 Uhr
Ein Staatsbankrott scheint vorerst abgewendet – Griechenland hat
sich dem Druck der EU gebeugt und versucht mit einem nationalen
Sparpaket wieder auf die Beine zu kommen. Mit Einsparungen und
Steuererhöhungen wollen die Griechen das Vertrauen der
internationalen Finanzmärkte und der Europäischen Union
zurückgewinnen. Noch ist nicht sicher, ob die Regierung in Athen die
Reformen gegen die Bevölkerung durchsetzen kann – bereits jetzt ist
das Land von Demonstrationen und Streiks erschüttert. Mehr noch:
Griechenlands Schuldenchaos belastet den Euro und bringt die
Finanzmärkte in Unruhe. Finanzielle Hilfe wird es von Deutschland
nicht geben – das hat Kanzlerin Merkel bereits deutlich gemacht –
jetzt wirbt die griechische Regierung um politische Unterstützung.
Doch schon werden Stimmen laut, die Griechenland auffordern die
Eurozone zu verlassen, um die gemeinsame Währung nicht zu gefährden.
Auch in Portugal und Spanien nimmt die Schuldenkrise bedrohliche
Ausmaße an. Wird erst jetzt sichtbar, dass mit der Währungsunion zu
unterschiedliche Partner eine Allianz eingingen? Soll die Eurozone um
jeden Preis aufrechterhalten werden oder könnte man sie auf einige,
wirtschaftlich ausgeglichene Länder reduzieren?
Griechenland in der Klemme – Ist der Euro in Gefahr? Darüber
diskutiert ARD-Programmdirektor Volker Herres im ARD-Presseclub mit
folgenden Gästen:
Ruth Berschens, Handelsblatt
Rainer Hank, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Ulrike Herrmann, Tageszeitung
Rolf-Dieter Krause, ARD Brüssel
Redaktion: Ellis Fröder
Pressekontakt:
WDR Pressestelle, Annette Metzinger,Tel. 0221 220 2770, -4605
www.presse.wdr.de
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