Bonn (ots) – Sie bilden eines der größten Ökosysteme der Welt –
aber wir kennen es kaum: Die Ozeane. Sie bedecken mehr als 70 Prozent
der Erdoberfläche, bis heute sind jedoch erst fünf Prozent des
Meeresgrundes kartografiert. Die Dokumentation zeigt eine
faszinierende Welt, die bis vor wenigen Jahren noch völlig im Dunkeln
lag und unserem Verständnis von der Beschaffenheit der Erde eine neue
Dimension öffnet.
Steve Nicholls legt die Weltmeere trocken. Er zieht den Stöpsel
aus der großen Badewanne Erde: Das atemberaubende Panorama der
Tiefsee wird sichtbar.
Möglich wird dies durch den Einsatz einer speziell für die
Dokumentation entwickelten 3D-Software. Wo noch nie ein Mensch zuvor
gewesen ist, was noch nie ein menschliches Auge erblickt hat, wird
durch die Computertechnik ans Licht gebracht.
Auf der Basis neuester wissenschaftlicher Daten und mit Hilfe
modernster Computergrafiken senken die Filmemacher den Wasserspiegel
der Ozeane, bis die Sonne über dem Meeresgrund aufgeht.
Die Daten, aus denen die Computeranimationen für den Film erstellt
wurden, basieren auf Messungen mittels Schallwellen und auf der
Kombination von Schwerkraftwirkung und Satellitenradar.
Es sind unwirtliche Tiefseewelten, in denen Meeresbewohner leben,
die vor wenigen Jahren noch unbekannt waren. Wie können sich Tiere
ohne Sonnenlicht entwickeln? Wie ist Leben in einer durch
unterseeische Vulkanausbrüche geprägten Umgebung möglich? Nicholls’
Aufnahmen ermöglichen faszinierende Ansichten von Bergen und
Schluchten der Unterwasserwelt.
Film von Steve Nicholls und Victoria Coules (ORF/Parthenon, 2009)
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