Papst Licensing schließt 150. Patent-Lizenzvertrag / Internationale Instanz bei der Verfolgung von Patentverletzungen



St. Georgen (ots) – Die Papst Licensing GmbH & Co. KG hat ihren 150. Lizenzvertrag abgeschlossen. Das international operierende Patentverwertungsunternehmen aus St. Georgen im Schwarzwald verfolgt seit ihrer Gründung im Jahr 1992 Patentverletzungen, um mit den Patentverletzern Lizenzverhältnisse einzugehen. Seither konnten durchschnittlich rund acht Lizenzverträge pro Jahr abgeschlossen werden. Zu den namhaften Lizenznehmern gehören heute unter anderen IBM, Sony, Toshiba, Fujitsu, JVC, Hewlett-Packard, Compaq, Samsung, Hitachi, BenQ, Canon, Alcatel, Seagate, Western Digital oder Mitsubishi.

Gegründet wurde Papst Licensing von Georg Friedrich Papst, dem Sohn von Hermann Ernst Robert Papst, dem visionären Erfinder des so genannten Papst-Motors, der bahnbrechende Entwicklungen in der elektrischen Antriebstechnik ermöglichte. Georg Papst sah sich als einer der geschäftsführenden Gesellschafter des Familienunternehmens Papst-Motoren GmbH & Co. KG in den 80er und 90er Jahren systematischen Patentverletzungen aus Asien, den USA und Europa ausgesetzt, die das Unternehmen in massive finanzielle Schwierigkeiten brachten. Da zur damaligen Zeit Patente nicht als eigenständiger Wertgegenstand betrachtet wurden, drohten die Banken Papst Motoren die Kreditlinie zu streichen. Georg F. Papst musste mit seinen Geschwistern in Gesellschafterrolle das Familienunternehmen veräußern. 1992 kaufte EBM die Papst-Motoren und firmierte ab 2003 als ebmpapst. Georg Papst war jedoch vom hohen Wert des Patentportfolios der Papst Motoren fest überzeugt und wollte die für seine Firma ruinösen Patentverletzungen nicht auf sich beruhen lassen. Für einen Millionenbetrag erwarb er 1993 die rund 600 Patente der Papst Motoren zurück und brachte diese in die neu gründete die Papst Licensing GmbH ein.

David gegen Goliath

Mit dem neuen Patentverwertungsunternehmen begann er, gegen die Patentverletzer – meist große Konzerne – systematisch und weltweit vorzugehen. “Einige Patentverletzer spekulierten darauf, dass mir das Geld ausgehen würde und verzögerten die Verhandlungen, wo immer sie konnten”, erinnert sich Papst. Doch sie irrten: Mit Überzeugung, Hartnäckigkeit und Verhandlungs-Know-how erkämpfte er sich im Lauf der Jahre Lizenzeinnahmen. Neben dem Aufbau eines eigenen Labors zur Analyse von Produkten am Standort in St. Georgen arbeitet Papst Licensing eng mit Patentanwälten, Rechtsanwälten, Ingenieuren und Wirtschaftsexperten auf der ganzen Welt zusammen. Immer wieder mussten zur Durchsetzung der Patentrechte jahrelange, kostenintensive Gerichtsverfahren, insbesondere in den USA, geführt werden. Je häufiger Papst Licensing Einigungen mit den Patentverletzern erzielte, desto mehr erwarb sich das Unternehmen den Ruf als nicht einzuschüchternde Instanz bei der Verfolgung von Patentverletzungen.

Neues Geschäftsmodell dank großem Erfolg

Das in dieser Zeit aufgebaute Know-how und sein Netzwerk bietet Papst Licensing seit einigen Jahren auch Dritten an, die in einer ähnlichen Situation sind wie damals die Papst Motoren sind. “Wir haben es am eigenen Leib erlebt, was es für ein Unternehmen bedeuten kann, Patentverletzungen ausgesetzt zu sein”, so Georg Papst. Um die Ansprüche besser durchsetzen zu können, erwirbt Papst Licensing die Schutzrechte der Kunden, gibt diesen eine Freilizenz und tritt als alleiniger Patentinhaber auf. Damit trägt das Patentverwertungsunternehmen als Dienstleister das komplette finanzielle Risiko und setzt die verletzten Patente in eigenem Namen durch. Mit dem Verkauf der Schutzrechte an Papst Licensing entstehen für den ursprünglichen Patentinhaber keinerlei direkte Kosten, keine internen Ressourcen müssen eingesetzt werden und der direkte Konflikt mit Kunden, Lieferanten oder Konkurrenten wird minimiert. Stattdessen profitiert er vom Verkaufspreis seiner Patente und bei Durchsetzung der Patentrechte durch Papst Licensing an dem zuvor vereinbarten Anteil an den erstrittenen Lizenzgebühren. Zurzeit führt der Patentverwerter zur Durchsetzung erworbener Patentrechte Prozesse in Deutschland, den USA, der Schweiz, Taiwan und in den Niederlanden.

Pressekontakt:

Andreas Voelmle,
Engel & Zimmermann AG,
Agentur für Wirtschaftskommunikation
Schloss Fußberg, Am Schlosspark 15, 82131 Gauting
Tel. 0 89/8 93 563-53, Fax 0 89/89 39 84 29
E-Mail: a.voelmle@engel-zimmermann.de

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