Vechta (ots) – Das nimmt kein Ende mit den Plagiatsaffären und den Rücktritten. Erst der talentierte Freiherr, nun die schöne Freidemokratin. Getrickst, getäuscht und abgeschrieben. Die öffentlich gemachten Promotions-Schummeleien lassen eigentlich nur einen Schluss zu: Wir sehen die Spitze eines Eisbergs. Bei den externen, nicht im inneruniversitären Betrieb gefertigten Doktorarbeiten ist Täuschung an der Tagesordnung. Eine handwerklich akzeptable Promotion lässt sich nicht so nebenbei erstellen. Schon allein, weil es da an der Zeit für zeitraubende Recherchen fehlen muss. Es war eben ein Märchen, wie Anna von Bayern, die wohlgesonnene Biografin von Karl-Theodor zu Guttenberg das Bild eines Freiherrn malte, bei dem noch nachts das Licht brannte.
Ein Vorschlag: Die deutschen Universitäten schließen sich zusammen und richten ein Promotions-Prüfungs-Institut ein. Dort werden alle Arbeiten – elektronisch erfasst – auf den Plagiatsverdacht hin überprüft. Die aktuell agierenden Internet-Plattformen haben ja vorexerziert, dass es geht. Dann wäre Schluss mit der Trickserei.
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