München (ots) – Die Otto-Group leitet das Revival des insolventen
Versandhauses Quelle ein – zunächst im Internet. Bereits diese Woche,
so ein Otto-Sprecher gegenüber dem Branchenmagazin Werben & Verkaufen
(W&V), könne sich das Versandhaus mit dem Angebot “einzelner Waren”
im Web zurückmelden. Aktuell ist die Quelle-Domain inaktiv. “Die
Hauptaufgabe besteht darin, quelle.de als Anlaufstation im Netz zu
verankern”, erklärt der Sprecher. Die Otto-Gruppe erwirtschaftet
mittlerweile 60 Prozent ihres Umsatzes im Online-Verkauf, mehr als
eine Milliarde Euro im Jahr. Eine Neuauflage der Quelle-Kataloge ist
ebenso denkbar. “Als Anstoß, der Kunden animiert, per Telefon oder im
Web zu bestellen, erfüllen Kataloge nach wie vor ihren Zweck”,
erklärte der Sprecher gegenüber W&V. Wie es mit der Quelle-Eigenmarke
Privileg weitergeht, deren Markenrechte ebenfalls bei dem Hamburger
Handelskonzern liegen, ist laut W&V indes offen. “Noch ist nicht
entschieden, ob wir Privileg mit einem Partner weiterführen oder
veräußern”, so der Sprecher.
Die Hanseaten sicherten sich die Namensrechte an Quelle, nachdem der
Versender Ende 2009 im Sog der Pleite der Arcandor-Holding den
Geschäftsbetrieb einstellen musste.
Im Februar gab die EU-Kommission grünes Licht für die Übernahme,
allerdings unter der Auflage, dass Otto unter anderem Quelles
Eigenmarke Universum aus der Sparte der “braunen Ware” (Fernseher
etc.)abstößt.Erst dann erhält der Konzern auch Zugriff auf die
Kundendaten des Versandhauses. Nutzen dürfen die Hamburger hingegen
die Marke Privileg aus dem Segment der “weißen Ware” (Kühlschränke
etc.).
Pressekontakt:
Der Kontakter
Klaus Wieking
Telefon: 089 / 21837058
klaus.wieking@wuv.de
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