ots.Audio: Weltkatzentag 08. August 2010 / Katzen: Eine ganze Tierfamilie in Gefahr



Frankfurt am Main (ots) – Mehr als acht Millionen Hauskatzen leben alleine in Deutschland.

In der freien Natur ist es um die Vorfahren der domestizierten Tiere weniger gut bestellt, 3.200 Tiger leben noch in freier Wildbahn – weltweit.

Zahlen die nachdenklich machen und anspornen etwas für den Schutz dieser Tiere zu tun. Die Schauspielerin Elisabeth Lanz, bekannt als Tierärztin Dr. Mertens aus der gleichnahmingen Fernsehserie, ist Tigerbotschafterin des WWF. Sie kämpft aktiv für den umfassenden Schutz dieser Tiere:

O-Ton (Elisabeth Lanz, Tigerbotschafterin des WWF)

«Was mich an einem Tiger besonders reizt, ist vielleicht das falsche Wort, aber besonders mitnimmt, das ist die unglaubliche Kraft, die Schönheit, diese unglaublichen Augen. Wenn man direkt in die Augen eines Tigers schauen kann, da passiert einfach so etwas archaisches. Das ist ein echtes Naturelebnis, so einem Tiger in die Augen zu sehen.»

Viele Tigerarten sind akut vom Aussterben bedroht, sie könnten komplett von unserem Planeten verschwinden. Um das zu verhindern werden Tiger gezüchtet. Dabei kommt dem Zoo Leipzig eine besonders wichtige Rolle zu. Hier wird ein Tigerzuchtbuch geführt.

O-Ton (Gerd Nötzold, Kurator Zoo Leipzig)

«Man führt so ein Tigerzuchtbuch, um einen Datenbestand zu haben und sinnvolle Tigerverpaarungen weltweit aussuchen zu können, wenn es erforderlich ist. Natürlich bleibt man bei diesen konkreten Zuchtbemühungen immer möglichst auch auf den Kontinenten, weil Transfers von Großtieren von einem Kontinent auf den anderen sehr aufwendig sind. Aber wenn man feststellt, dass neues Blut in irgendeiner Linie gebraucht wird, dann ist das Zuchtbuch die ideale Grundlage, weil der Datenbestand so groß ist und über viele Jahrzehnte alle Daten der in Zoos gehaltenen Tiger findet.»

Es kann aber nicht nur das Ziel sein, Tiger im Zoo zu züchten. Die Tiere müssen gerade in freier Wildbahn leben können. Dafür muss man den Lebensraum schützen.

(Dabei gilt es aber nicht nur den Tiger selbst zu schützen, sondern seinen gesamten Lebensraum in der freien Natur zu erhalten.)

O-Ton (Roland Gramling, WWF-Deutschland)

«Der Tiger lebt in vielen einmaligen Lebensräumen. Von den Bergen in Nepal über die Sümpfe in Bangladesch, dem Dschungel auf Sumatra und die schneebedeckten Wälder in der Amur-Region. Und diese einmaligen Lebensräume, die zugleich Lebensräume von vielen Menschen sind, müssen erhalten bleiben.»

Tiger in Zoos können helfen, die Tiere dem Menschen näher zu bringen. Viele für das Thema Artenschutz zu sensibilisieren, zu begeistern.

Es ist ein weiter Weg, aber Menschen wie WWF-Botschafterin Elisabeth Lanz haben ein Ziel vor Augen.

O-Ton (Elisabeth Lanz, Tigerbotschafterin des WWF)

«Ich habe durch den WWF und durch dieses Engagement erst verstanden, was der WWF genau macht. Dass er eben nicht nur das Tier schützt, sondern eben Lebensräume schützt, ganze Programme entwickelt, auch für die Einwohner der betroffenen Gegenden. Ich wünsche uns Menschen generell, dass wir diese Artenvielfalt möglichst lange erhalten können, dass wir alle mehr Herz und Engagement für unseren Planeten entwickeln, sowohl für die Natur als auch für die Tiere.»

Der WWF will mit einem ehrgeizigen Artenschutzprogramm die Zahl der in Wildnis lebenden Großkatzen bis zum Jahr 2022 verdoppeln.

Aber nur wenn auch die Regierungen und andere Verantwortliche auf der Welt mitziehen an diesem Strang, hat der Tiger wirklich eine Zukunft.

O-Ton (Elisabeth Lanz, Tigerbotschafterin des WWF)

«Der Tiger liegt mir besonders am Herzen, weil er unabhängig von seiner Schönheit, für mich ein ganz persönlicher Glücksbringer ist. Er war das erste Raubtier, mit dem auf Tuchfühlung gegangen bin. Ich habe hier einen kleinen Kratzer vondem Tiger bekommen. Auf den bin ich wirklich stolz. Das war meine erste Begegnung und ich hoffe, dass es noch viele geben wird und das auch andere Menschen mit Tigern zusammenkommen.»

Videomaterial zu diesem Thema ist abrufbar unter: http://www.presseportal.de/pm/6638/?keygroup=video

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de.

Pressekontakt:

Roland Gramling
WWF Deutschland
Tel.: 0 69-79144 -216
roland.gramling@wwf.de

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