Rostock (ots) – Noch ist Zeit zum Verhandeln, eine schiitische
Atombombe keine beschlossene Sache. Auch Teheran weiß, dass ein
solcher Schritt die gesamte Region in einen atomaren Rüstungswettlauf
treiben würde. Die Entwicklung einer sunnitischen Nuklearbombe durch
Saudi-Arabien oder Ägypten wäre die logische Konsequenz. Vielleicht
muss daher auch der Westen überholte Denkmuster überwinden. Warum
sollte der Nahe Osten nicht zu einer atomwaffenfreien Zone werden?
Immerhin ist diese bewährte Idee aus den 50er Jahren in Regionen wie
der Antarktis, in Lateinamerika, Afrika, Südostasien und
Ostdeutschland völkerrechtlich umgesetzt. Zwar müsste Israel seine –
illegal angeschafften – Kernsprengköpfe vernichten. Im Gegenzug
könnten die Atommächte USA, Russland, China, Frankreich und
Großbritannien den Bestand und Schutz des jüdischen Staates
deklarieren. Es wäre ein ungewöhnlicher – es wäre ein mutiger
Schritt.
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Ostsee-Zeitung
Thomas Pult
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