Rostock (ots) – Claudia Pechstein muss das Stigma einer
Dopingsünderin tragen, obwohl es von ihr keinen positiven Dopingtest
gibt. Das ist die bittere Konsequenz aus dem gestrigen Urteilsspruch.
Erstmals reichte für die Verurteilung ein indirekter Nachweis.
Pechstein als Präzedenzfall – man kann die Wut der Berlinerin
verstehen, wenn sie glaubt, die Unschuldsvermutung sei an ihr
vorbeigegangen.
Für die 36-Jährige steht viel auf dem Spiel. Bei den Olympischen
Spielen in Vancouver wollte Claudia Pechstein in zwölf Wochen ihre
Sportkarriere krönen. Diverse Werbeverträge liegen auf Eis. Und auch
ihre berufliche Karriere als Beamtin der Bundespolizei steht auf dem
Spiel. Vor allem aber ihr guter Ruf. Deshalb wird sie nicht locker
lassen, um “ihrer” Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen. Für schnelle
Runden auf dem Eis ist es dann jedoch zu spät.
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Ostsee-Zeitung
Thomas Pult
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