Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Weltumseglung von Laura Dekker



Rostock (ots) – Gewagt, gekämpft, gewonnen. Laura Dekker geht nach über einem Jahr Kampf gegen Wellenberge, Stürme und Angst vor Piraten als jüngste Solo-Weltumseglerin in die Geschichte ein. Eine große Leistung – Respekt! Es hatte viele Warnungen vor der Gefahr gegeben und viele juristische Hürden. Die Widerspenstige, die nun als gereifter Teenager heimkehrte, trotzte alledem. Man kann geteilter Meinung sein über ein solch waghalsiges Unternehmen. Eine 16-Jährige allein im Boot um die Welt – das ist ein Segeltörn im Grenzbereich zwischen sportlicher Ausnahmeleistung und gefährlichem Irrsinn. Jugendliche Rekordjäger sind derzeit ein Phänomen. Niemand kann etwa einen 13-Jährigen davon abhalten, den Mount Everest zu besteigen – als Jüngster aller Zeiten. Freiheitsdrang und die Suche nach dem absoluten Kick entwickeln eine erstaunliche Eigendynamik. Das ist einerseits nicht verkehrt, andererseits sollte man seinen Kindern klarmachen: Eine Laura Dekker hatte bei aller Tüchtigkeit auch sehr viel Glück.

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Ostsee-Zeitung
Jan-Peter Schröder
Telefon: +49 (0381) 365-439
jan-peter.schroeder@ostsee-zeitung.de

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