Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Terroranschlag in Moskau



Rostock (ots) – Das Deprimierende ist: So etwas wie Waffenruhe oder gar Frieden ist auch auf lange Sicht nicht absehbar. Moskau kann und wird den ohnehin nur mühsam gebremsten Zerfall seiner Zentralgewalt nicht dulden, denn Russland ist noch immer ein Riesenreich mit höchst heterogener Bevölkerung und erheblichen ethnisch-religiösen Fliehkräften. Gibt man da Unabhängigkeitsbewegungen und erst recht solchen mit dschihadistischer Endsieg-Ideologie an einer Stelle den kleinen Finger, so die nicht unbegründete Vermutung, werden sie bald an vielen Stellen den ganzen Arm herausreißen. Ganz abgesehen von der strategischen Bedeutung der Kaukasusregion, durch die viele lukrative Pipelines für Öl und Gas laufen oder bald laufen sollen. Die Kontrolle darüber wird man nicht irgendwelchen fanatischen Gotteskriegern überlassen – weshalb Moskau gewiss des Rückhalts auch des Westens im Kampf gegen den Terror sicher sein darf.

Pressekontakt:

Ostsee-Zeitung
Jan-Peter Schröder
Telefon: +49 (0381) 365-439
jan-peter.schroeder@ostsee-zeitung.de

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