Rostock (ots) – Erst vor wenigen Tagen warnten westliche
Geheimdienste davor, dass die Koranschüler zur “Schlacht um Kundus”
bereit seien, verstärkt durch usbekische, tschetschenische und
paschtunische Kämpfer. Letztere strömen vor allem aus dem Swat-Tal,
wo sie von der pakistanischen Armee vertrieben wurden, in den Norden
des benachbarten Afghanistans.
Nicht allein die islamistische Ideologie der Taliban ist die
Wurzel des Widerstands. Nur etwa 20 Prozent der Aufständischen sind
den Taliban ideologisch zuzuordnen. Es ist die Armut, die viele
Afghanen in die Arme der Koranschüler treibt. Für viel zu viele
Menschen hat sich seit 2001 die humanitäre Situation eher
verschlechtert. Mit Bomben und Panzern ist dieser Konflikt daher
nicht mehr zu gewinnen. Wenn es nicht gelingt, den Afghanen nach 30
Jahren Dauerkrieg Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu geben, dann
ist nach dem Sinn dieses Einsatzes zu fragen.
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Ostsee-Zeitung
Jan-Peter Schröder
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