Ökosteuer-Kompromiss belastet Unternehmen mit energie-intensiver Produktion



Hamburg (ots) – 23. November 2010 – Der Kompromiss zur Ökosteuer wird für die Wirtschaft wahrscheinlich teurer als bislang angenommen. Wie das Wirtschaftsmagazin ‘impulse’ (Ausgabe 12/2010, EVT 25. November) berichtet, warnen Steuer-Experten vor erheblicher Bürokratie, die auf Unternehmen mit energie-intensiver Produktion zukommen. Mit dem Ende Oktober gefundenen Kompromiss werden viele Vergünstigungen für das produzierende Gewerbe zurückgefahren, die 1998 mit der ökologischen Steuerreform eingeführt wurden.

Für die Unternehmen wird es laut ‘impulse’ nicht nur weitaus umständlicher, überhaupt noch in den Genuss von Steuervergünstigungen zu gelangen. Statt automatisch an ihren Stromlieferanten den ermäßigten Steuersatz abzuführen, müssen die Firmen von 2011 an zunächst den vollen Regelsteuersatz abführen, um dann später eine Erstattung zu beantragen. “Das Geld ist ein zinsloses Darlehen an den Staat, das den Unternehmen für den laufenden Betrieb fehlt”, kritisiert Dr. Karen Möhlenkamp von der Steuerberatungsgesellschaft WTS in Dortmund. Und der Steuerberater Armin Pfirmann aus Koblenz ergänzt: “Es wird mehr Dokumentations- und Nachweisaufwand geben.” Unternehmen, die andere mit Nutzenergie beliefern, müssen künftig nachweisen, dass auch die Abnehmer dem produzierenden Gewerbe angehören.

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