Essen (ots) – So viel Zustimmung, seltsamerweise auch von denen,
die für das Bachelor-Chaos an den Universitäten verantwortlich
zeichnen, gab es für “streikende” Studenten noch nie. Verdächtig.
Gerade so, als wollten Lehre und Politik den geballten Zorn, den sie
auf sich gezogen haben, quasi verdampfen lassen. Nun, so wird
versprochen, soll alles besser werden. Der Bologna-Prozess wird zwar,
und das ist richtig, nicht infrage gestellt, aber der berechtigte
Unmut der Studierenden über die Verschulung des Bachelor-Studiums
soll ernst genommen werden. Das könnte ein Ansatz sein, den Irrweg
der Züchtung von Produktions- und Konsumsklaven zu verlassen.
Hochschulabsolventen, die nicht über den Tellerrand schauen, bringen
die Gesellschaft jedenfalls nicht voran.
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