Essen (ots) – Die Linke in Nordrhein-Westfalen robbt sich an die
SPD heran. Deutlicher denn je haben sich am Wochenende führende Köpfe
für die Übernahme von Regierungsverantwortung nach der Landtagswahl
ausgesprochen. Regierungsfähiger werden die Linken an Rhein und Ruhr
dadurch nicht. In Beton gegossene Maximalforderungen etwa nach der
Verstaatlichung von Schlüsselindustrien sind profunder Ausdruck
dafür, dass große Teile des Landesverbandes noch immer auf
Fundamentalopposition gebürstet sind. Über solche Hürden werden weder
SPD noch Grüne springen können. Gleichwohl scheint auch im
NRW-Landesverband der Linken die Erkenntnis zu dämmern, dass
Realpolitik – zumal, wenn sie Verantwortung übernehmen will – aus
Kompromissen besteht und kein Schalmeienkonzert ist. Klar ist: In den
kommenden Wochen und Monaten wird der Landesverband schmerzhafte
Diskussionsprozesse durchstehen.
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