Essen (ots) – Der Freiherr hat die Reißleine gezogen. Gerade erst
zwei Wochen im neuen Amt, befreite sich Karl Theodor von und zu
Guttenberg kurz entschlossen von unangenehmen Altlasten. Der
unwürdige Zwischenfall in Kundus, vor allem natürlich aber die
bewusste Falsch-Information der Öffentlichkeit, musste bei der
Bundeswehr Konsequenzen nach sich ziehen. Dass es auch den
altgedienten und hoch angesehenen Generalinspekteur trifft, ist
menschlich tragisch, in der Sache aber folgerichtig. Wolfgang
Schneiderhan hat sich offenbar vorschnell vor seinen
Bundeswehr-Oberst in Kundus gestellt und Berichte über eine große
Zahl ziviler Opfer unter der Decke gehalten. Ob unwissentlich oder
nicht, ist egal.
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