Essen (ots) – Ob Gysi mit seiner “Predigt” gestern nachhaltig
durchgedrungen ist, muss jedoch bezweifelt werden. Selbst wenn der
Konflikt um Bundesgeschäftsführer Bartsch und den in Genesung
befindlichen Vorsitzenden Lafontaine beigelegt werden sollte – das
Problem bleibt: Die aus ungleichen Teilen zusammengelötete Partei,
Mitgestaltungsbereite aus dem Osten, Fundamentaloppositionelle aus
dem Westen, steht mental an einer Kreuzung und weiß noch immer nicht,
wohin abbiegen? Reform oder Revolte? Gysi hat mit beschwörenden
Worten appelliert, diese Entscheidung könne nur friedlich und
gemeinsam getroffen werden. Mal sehen, wie lange er und die anderen
“Pazifisten” in diesem Machtkampf politisch am Leben bleiben.
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