Neues Deutschland: Piraten-Politiker nennt seine Partei "extrem kulturoffen"



Berlin (ots) – Matthias Schrade, Mitglied im Bundesvorstand der Piratenpartei, setzt rechtsradikale mit linker Gewalt gleich. Der Tageszeitung “neues deutschland” (Donnerstagsausgabe) sagte er im Interview: “Wenn jemand aus antifaschistischen Gründen Häuser anzündet oder Steine wirft, dann verurteile ich den genauso wie jemanden, der das gegen Ausländer macht.” Danach gefragt, warum seine Partei sich so schwertue, Leute wie den Holocaust-Relativierer Bodo Thiesen aus der Partei auszuschließen, antwortete Schrade: “Ja, es gibt solche Leute bei uns.” Die Piratenpartei bezeichnet er als “extrem kulturoffen”. Mitglieder, “die in der Jugendzeit mal in der NPD waren” und erkannt hätten, “dass es ein Fehler war und sich später der Piratenpartei angeschlossen haben”, seien “ein ganz anderer Fall als jemand, der Mitglied bei uns ist und dann entsprechende Äußerungen tätigt”. Um den Vorwurf zu entkräften, dass es unter den Piraten Holocaust-Relativierer gibt, wies Schrade darauf hin, “dass unter anderem unsere politische Geschäftsführerin Jüdin ist. Das ist in der Partei allen völlig egal.”

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