Neues Deutschland: Berliner Wahlen und die A 100



Berlin (ots) – Über den Weiterbau der Berliner Stadtautobahn A 100 von Neukölln zum Treptower Park waren die Fraktionen bis zur gestrigen Abgeordnetenhauswahl tief zerstritten. Da die Wahl aber nichts daran geändert hat, dass es Befürworter und Gegner gibt, beginnt nun die Suche nach Kompromissen. Möglichkeiten dafür gibt es eine ganze Reihe: Die A 100 wird gebaut, darf aber nur mit Tempo 30 befahren werden. Die A 100 wird gebaut, aber nur für den Fahrradverkehr freigegeben. Die A 100 wird nicht gebaut, an ihrer Stelle aber eine Autobahn mit der noch freien Bezeichnung A 50. Die A 100 wird gebaut, aber nur in Fahrtrichtung stadtauswärts. Die A 100 wird nicht gebaut, aber alle Gegner des Projekts bekommen Fahrverbot. Die A 100 wird gebaut, aber alle Befürworter des Projekts bekommen Fahrverbot. Die A 100 wird gebaut, nach einem Jahr Probebetrieb aber wieder abgerissen. Die A 100 wird nicht gebaut, dafür aber alle anderen Straßen in der Hauptstadt in Klaus-Wowereit-Allee umbenannt.

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