Bielefeld (ots) – Bielefeld. Der lange und harte Winter trifft die
Kommunen der Region in mehrfacher Hinsicht. Sie müssen nicht nur viel
Geld für ihre vom Frost geschädigten Straßen aufwenden, sondern sie
haben auch bei den Verwarn- und Bußgeldern fehlende Einnahmen in
Millionenhöhe zu beklagen. Um das Defizit auszugleichen, müssen sie
in der nächsten Zeit verstärkt blitzen. Dies berichtet die in
Bielefeld erscheinende Neue Westfälische (Dienstagsausgabe).
Nach Recherchen des Blattes wurden während der letzten drei Monate
von den Polizeibehörden und Kommunen nahezu keine mobilen
Geschwindigkeitskontrollen auf den Straßen mehr durchgeführt. Die
Verwarn- und Bußgelder sind deshalb stark gesunken. Aus Sorge um
ihre eigene Sicherheit hätten die Autofahrer auf den mit Schnee und
Eis bedeckten Straßen “sehr vorsichtig agiert” und ihre
Geschwindigkeit gedrosselt. Kontrollen seien daher ziemlich
“überflüssig und sinnlos” gewesen, sagt der Bielefelder
Polizeisprecher Martin Schultz. Außerdem hätten es die Schneeberge an
den Straßenrändern unmöglich gemacht, dort Radarwagen zu parken.
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