Bielefeld (ots) – Der Reflex ist menschlich und natürlich.
Angesichts der Bilder aus Haiti, des Leids, das besonders nahegeht,
wenn es Kinder betrifft, mag Mancher schon daran gedacht haben, wie
es anzustellen wäre, einem dieser verlorenen Wesen hierzulande
Schutz, Geborgenheit und Heimat zu geben.
Leider gibt es nicht nur solch edle Motive. Kaum vorstellbar, und
doch machen in Katastrophengebieten mit kollabierten Rechtsstrukturen
auch gewissenlose Verbrecher Jagd auf Kinder. Die Palette ihrer
widerwärtigen Absichten reicht von illegaler Adoption über sexuelle
Ausbeutung bis hin zum Handel mit menschlichen Organen.
Erfahrene Hilfsorganisationen weisen darauf hin, dass Kindern in
aller Regeln am besten in ihren Heimatländern geholfen wird. Hier
muss Schutz wieder aufgebaut werden, wo er zerstört wurde, hier muss
Geborgenheit entstehen, wo sie verloren ging. Sonst schafft
Entwurzelung oft neues Leid, sorgen enttäuschte Erwartungen auf
beiden Seiten für Nöte.
Hilfe vor Ort zu stärken, durch Politik, Geld und Gebete, tut Kindern
Gutes und legt den Menschenhändlern hoffentlich das Handwerk.
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