Bielefeld (ots) – Als Hackfleisch in der Bolognese bezeichneten
sich Studierende, die gestern am Rande der Hochschulrektorenkonferenz
ihre Aktionen für bessere Studienbedingungen fortsetzten. Griffiger
lässt sich nicht ausdrücken, was der Bologna-Prozess bewirkte:
überfrachtete und verschulte Studiengänge statt strukturierten
Wissenserwerb oder gar kritische Reflexion. Wie immer, wenn etwas
schlecht geraten ist, trägt niemand die Verantwortung oder schiebt
sie auf andere ab. So auch HRK-Präsidentin Wintermantel, die die
Studierenden in Haftung nimmt, ihnen gar Ungeduld vorwirft.
Merkwürdig nur, dass an Unis wie der Bielefelder bereits Gespräche
laufen, um Auswüchse der Reform abzumildern. Am Vorwurf muss also
doch was dran sein.
Fakten, gar nackte Zahlen, sonst in der Wissenschaft das
Nonplusultra, spielen keine Rolle. Sie werden teilweise
zurückgehalten, damit die schöne neue Bologna-Welt weiter glänzt. In
ihr sollten die Abbrecherquoten deutlich sinken. Doch sie scheinen
gestiegen zu sein, wie einzelne Berechnungen ergaben. Offizielle
Zahlen sind Mangelware oder Verschlusssache. Da bleibt nur Ungeduld.
Pressekontakt:
Neue Westfälische
Jörg Rinne
Telefon: 0521 555 276
joerg.rinne@neue-westfaelische.de
No Comments on "Neue Westfälische: Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Hochschulen Ungeduld BERNHARD HÄNEL"