Bielefeld (ots) – Das Quälen von Kindern ist das scheußlichste
aller Verbrechen. Hier trifft die größte Schäbigkeit des Motivs auf
die größte Hilflosigkeit des Opfers. Und das Internet ist nicht
irgendein beliebiger Tatort. Es ist der Marktplatz dieses
Verbrechens. Es macht daraus ein Geschäft und schafft den
Interessenten unendlich erweiterte Möglichkeiten, das Verbrechen
anonym und damit straflos zu begehen.
Es ist möglich, diesen Abgrund an Unmenschlichkeit von allem anderen
zu trennen, politisch, rechtlich, moralisch. Deswegen ziehen
Warnungen nicht, wer gegen Kinderpornographie in die Freiheit des
Internets eingreife, der werde im nächsten Schritt auch vor Zensur an
harmloserer Stelle nicht zurückschrecken. Das eine führt nicht zum
anderen. Man kann an diesem Punkt ein bekennender Zensor sein und in
allen anderen ein Ultraliberaler.
Natürlich ist Löschen besser als Sperren. Aber wo immer man den Markt
mit dem Verbrechen Kinderpornographie treffen kann, muss man es tun.
Es ist gut, dass diese in Deutschland in Parteipolitik versackte
Diskussion in der EU wieder auf die Agenda kommt.
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