Bielefeld (ots) – Wenig Aufregung: Die Jury verlieh den Goldenen
Bären an den türkischen Wettbewerbsbeitrag “Bal”. Die Geschichte über
einen Bienenzüchter und seinen sechsjährigen Sohn traf auch den
Publikumsgeschmack. Ein Streifen, der keinen Ärger macht und inmitten
eines Wettbewerbs ohne große Highlights definitiv zu den besseren
Filmen gehörte. Auch der Regie-Bär für Roman Polanski ist verdient.
“The Ghostwriter” ist stilsicher inszeniert, spannungsgeladen und
spielt an stimmungsvollen Schauplätzen. Dann können doch alle
zufrieden sein?
Leider nicht: “Zu wenig internationale Stars, insgesamt zu schlechte
Filme”, unken nicht wenige Kritiker.
Und es stimmt, das Niveau des diesjährigen Wettbewerbs war nicht
überragend. Auch das Staraufkommen der Berlinale war in den
vergangenen Jahren schon einmal größer. Doch sollte darauf nicht das
Hauptaugenmerk liegen. Denn von dem Anspruch des politisch
engagierten Kinos bleibt nicht mehr viel übrig, wenn es nur noch
darum geht, dass möglichst viele Hollywoodstars über den roten
Teppich flanieren.
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