Bielefeld (ots) – Mit dem Atommüll-Lager Asse verhält es sich
genauso wie mit den dreckigen Papieren, die viele Banken bis vor
wenigen Monaten noch ihren ahnungslosen Kunden aufgeschwatzt haben.
Bei diesen Anlagekonstrukten wusste zuletzt auch niemand mehr, was
darin versteckt war.
Genauso wenig ist bis heute bekannt, was wirklich im Lager Asse bei
Wolfenbüttel lagert. Derzeit wird davon ausgegangen, dass es meist
schwach-und mittelradioaktiver Atommüll ist. Nur wenige Kilogramm
hochaktives Plutonium seien dort verwahrt, hieß es bis vor kurzem vom
Helmholtz-Zentrum in München, das das Lager lange betrieben und die
Verantwortung getragen hat. Doch am Wochenende sickerte durch, dass
dreimal so viel hochgefährliches Plutonium eingelagert sei. So genau
wisse man das aber nicht. Vier Milliarden Euro werden für die
Sanierung der maroden Asse veranschlagt.
Seit Januar ist das Bundesamt für Strahlenschutz für die Anlage
verantwortlich und damit die öffentliche Hand. Wie bei den Banken hat
die Gier privater Unternehmen zu Schäden geführt, die der
Steuerzahler ausgleichen muss.
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Neue Westfälische
Jörg Rinne
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