Bielefeld (ots) – Bei der Verlängerung der Laufzeiten für
Atommeiler trifft die schwarz-gelbe Regierung auf etliche Probleme.
Zum einen zeigt es sich, dass innerhalb von CDU und CSU noch längst
nicht klar ist, wie lange die Atomkraftwerke weiter betrieben werden
sollen. Darüber tobt ein Streit. Zum anderen schiebt sich nun auch
wieder die Atommüll-Endlagerfrage in den Vordergrund. Die Menschen
sind für dieses Thema schon wegen den unsäglichen Pannen im Endlager
Asse hoch sensibilisiert.
Es handelt sich dabei um die Achillesferse der gesamten Atomenergie.
Wohin mit dem Müll, der Hunderttausende von Jahren radioaktive
Strahlung abgibt?
Die einseitige Fokussierung auf Gorleben wirkt reichlich
unprofessionell. Hier geht es um eine Entscheidung von solchen
Dimensionen, da sollte wenigstens ein weiterer Standort unter die
Lupe genommen werden, damit ein Vergleich möglich ist. Nur so könnte
man der Politik abnehmen, dass in Gorleben tatsächlich ergebnisoffen
erkundet werden soll. Denn zu vieles spricht dafür, dass der
Salzstock in Niedersachsen aus politischen Gründen einfach
durchgepaukt werden soll.
Insgesamt zeigt sich, dass die Menschen und auch die Politik mit der
Atomenergie nicht glücklich werden – aus dem einfachen Grunde, weil
sie nicht beherrschbar ist.
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