Bielefeld (ots) – Jahrzehntelang schwebte der Schatten eines
Atomkrieges zwischen verfeindeten Blöcken bedrohlich über der Welt.
Das Aufatmen nach dem Ende des Kalten Krieges währte indes nur kurz.
Dass fanatisierte Extremisten zu jedem Mittel greifen, um ihre
Menschen verachtende Ideologie durchzusetzen, haben spätestens die
Anschläge vom 11. September auf schreckliche Weise bestätigt. Mit
seiner Mega-Konferenz ist es US-Präsident Barack Obama zumindest
gelungen, die Welt ein Stück weit mehr für die Gefahren der
unkontrollierten Verbreitung und unzureichenden Lagerung radioaktiven
Materials zu sensibilisieren. Noch ist es ein langer Weg, bis aus
freundlichen Absichtserklärungen auch völkerrechtlich verbindliche
Vereinbarungen werden können, die Staaten tatsächlich binden, das
Teufelszeug unzugänglich zu lagern und dauerhaft zu sichern. Obamas
Zeitplan ist überaus ehrgeizig. Seine Konferenz wiederum ist ein
ermutigender erster Schritt. Dass ausgerechnet die Nuklearmacht
Nummer 1, die als einziges Land der Welt bislang Atomwaffen
einsetzte, den Anstoß gibt, unterstreicht die Dringlichkeit dieser
Initiative.
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