Bielefeld (ots) – Die stetig wachsende Nachfrage nach
Nachhilfeunterricht ist schlicht eine Bankrotterklärung der
Schulpolitik der schwarz-gelben Regierung in Düsseldorf. Sie hat die
Schulzeitverkürzung in dieser Form durchgesetzt, um dem Gymnasium
eine Sonderstellung im zergliederten Schulsystem zu verschaffen.
Übervolle Stundenpläne und Unterricht bis in den Nachmittag haben den
Druck auf die Schüler der 5. bis 9. Klassen erhöht. Die Verkürzung
der Sekundarstufe I, statt der von der Vorgängerregierung
beschlossenen nur zweijährigen Oberstufe (mit optionalem Förderjahr),
ist nicht nur nicht kindgerecht, sie schließt auch Kinder aus, die
beim Schweinsgalopp durch den zeitlich gerafften Stundenplan nicht
mithalten können.
Der Bankrott fällt weit höher aus, wenn man in Rechnung stellt, dass
durch die verbindlichen Grundschulempfehlungen nur noch handverlesene
Schüler den Weg ans Gymnasium finden. Doch selbst die tun sich schwer
mit der Stofffülle. Die Erwachsenen sollten sich fragen, was sie
ihren Kinder zumuten, wenn schon neunjährige Kinder an sieben Tagen
in der Woche für die Schule lernen müssen. Wo bleibt da das Leben?
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