Osnabrück (ots) – Die Chancen überwiegen
Oft wurden dem Irak der Untergang und den USA eine gigantische
Niederlage in Bagdad vorhergesagt. Doch mit dem Rückzug der
US-Soldaten aus den irakischen Städten hat das Land einen weiteren
wichtigen Etappenschritt zurückgelegt, um aus dem Krisenherd einen
prosperierenden und demokratischen Staat zu machen.
Zweifelsohne sind die Probleme des ethnisch und religiös
zerrissenen Zweistromlandes nach wie vor groß. Auch die jüngste
Terrorwelle von El Kaida zeigt, dass der neue Irak viele Feinde hat -
im Innern wie außerhalb des Landes. Die amerikanischen und britischen
Truppen haben im Bündnis mit irakischen Sicherheitskräften aber El
Kaida und anderen Extremistengruppen enorm zugesetzt, sodass sich die
Sicherheitslage insgesamt deutlich verbessert hat.
Ein Terror-Guerilla-Krieg lässt sich nicht gewinnen, lautet eine
gängige Meinung in Europa. Wirtschaftliches Wachstum, Ausbau des
Bildungs- und Gesundheitssystems und eine beachtliche Medienvielfalt
erzählen jedoch eine andere Geschichte. Damit soll die Lage im Irak
nicht schöngeredet werden, doch die Chancen überwiegen längst die
Gefahren und Risiken. Jetzt liegt es in den Händen von Kurden,
Schiiten und Sunniten, die relative Stabilität in einen dauerhaften
Frieden umzuwandeln.
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