Osnabrück (ots) – Weitblick aus Bielefeld
Wenn die Familie Oetker von der Wirtschaftskrise verunsichert ist,
versteckt sie es gut. In der Lebensmittelsparte ihres Konzerns ist
von Schockstarre oder Zurückhaltung nichts zu spüren – davon zeugen
die weltweiten Investitionen, die zur Umsatzsteigerung und zum
Anstieg beim Personal geführt haben. Und noch ist der Bielefelder
Pudding-König nicht satt: Auch unter der neuen Leitung von Richard
Oetker soll weiter im Ausland eingekauft werden. Das zeugt von
Selbstvertrauen und Weitblick über die Krise hinaus. Ebenso wie die
Bereitschaft, Nachteile dafür in Kauf zu nehmen, dass man im
Preiskampf mit den Discountern nicht alles mitmacht.
Die Bilanz des Krisenjahres 2009 ist nicht brillant, gerade im
Inland. Das Haus verrät zwar traditionell nicht, wie viel Gewinn es
aus den Umsätzen ziehen konnte – aber “zufriedenstellend” deutet
nunmal nicht auf einen neuen Rekord hin. Es klingt eher nach “den
Umständen entsprechend annehmbar”. Das wird offenbar als gegeben
hingenommen und bremst keineswegs die Abenteuerlust. So arbeitet Dr.
Oetker weiter am Siegeszug dünner Tiefkühlpizzas in den USA – gewagt
im Land des traditionell extra-dicken Pizzateigs. Und es bestätigt
den Eindruck, dass den Bielefeldern die Ideen noch lange nicht
ausgehen.
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