Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen / Arcandor / Middelhoff



Osnabrück (ots) – Doppelte Brisanz

Die Staatsanwälte ermitteln sowohl gegen Ex-Arcandor-Chef Thomas
Middelhoff als auch gegen seinen Nachfolger Karl-Gerhard Eick. Was
für ein Sumpf, mag jetzt mancher denken. Aber ganz so schlimm ist es
nicht, denn das Gesetz verpflichtet die Behörden dazu, auch
fragwürdigen Strafanzeigen auf den Grund zu gehen.

In diese Kategorie gehören wohl die bisher vorgebrachten Vorwürfe
gegen Eick wegen Insolvenzverschleppung. Er mag Fehler begangen
haben, aber Anzeichen für strafrechtlich relevantes Verhalten sind
bisher nicht zu erkennen.
Brisanter ist da schon die Situation für Middelhoff. Nicht nur, weil
seine privaten Immobiliengeschäfte anrüchig wirken, sondern auch
wegen der prominenten Anzeigeerstatterin. Die Bundesjustizministerin
sollte schon wissen, wie Middelhoffs Taten zu bewerten sind. Wenn
nicht, wird der Fall fast noch brisanter – dann aber für Frau
Zypries.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207  

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