Osnabrück (ots) – Tanz für die Ewigkeit
Wie konserviert man ein so flüchtiges Kunstwerk wie eine
Choreografie für die Ewigkeit? Darüber machten sich Tänzer und
Choreografen bereits im vergangenen Jahrhundert Gedanken. Rudolf von
Laban und das britische Ehepaar Rudolf und Joan Benesh gaben eine
Antwort: auf Papier! So entwickelten sie schließlich jeweils ihre
eigenen Tanzschriften. Diese Notationen sind nicht nur eine Lehre,
sondern auch Kunstwerke für sich. Das gilt erstaunlicherweise bis
heute, obgleich viele zeitgenössische Choreografen auf modernste
Videotechnik zurückgreifen können. Georgette Tsinguirides hat sich
der Benesch-Tanzschrift verschrieben und damit John Crankos
Balletterbe für die Zukunft gesichert. Ihr Werk ist die Basis für
werkgetreue Aufführungen. Dafür gab es mehrfach Ehrungen. Der
Tanzpreis fehlte ihr da – im besten Sinne – noch.
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