Osnabrück (ots) – Leistung muss sich wieder lohnen
Es ist bedrückend: 8,1 Millionen Menschen waren 2007 zur Sicherung
der Existenz auf Hilfe des Staates angewiesen. Und es könnte noch
schlimmer kommen. Denn das Wirtschaftswachstum betrug 2007 genau 2,5
Prozent. Im laufenden Jahr dürfte die Wirtschaftsleistung dagegen um
mindestens 4,5 Prozent schrumpfen – mit starken Auswirkungen auf
Arbeitsmarkt und Sozialsysteme. Es ist also nicht übertrieben, wenn
Sozialexperten Alarm schlagen.
Dies ist umso verständlicher, als die neue Regierung viele Tausend
weitere Bürger zu Leistungsempfängern machen will, indem sie den
Arbeitgeberanteil an den Krankenversicherungsbeiträgen einfriert. Das
führt dazu, dass steigende Kosten im Gesundheitswesen künftig allein
von den Versicherten getragen werden und Einkommensschwache einen
Sozialausgleich benötigen. Die Folge: noch mehr staatliche
Umverteilung.
Besser wäre es, Probleme im Sozialsystem gar nicht erst entstehen
zu lassen: Eine weiterhin paritätische Finanzierung würde dazu
wesentlich beitragen. Zudem muss sich Leistung wieder lohnen. Das
heißt: Hungerlöhne gehören verboten ebenso wie andere Formen unfairer
Entlohnung und Beschäftigung.
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