Osnabrück (ots) – Kalkuliertes Risiko
Die Autonation Deutschland hält den Atem an und drückt die Daumen.
Michael Schumacher, den die Öffentlichkeit als “Schumi” wie ein
Kulturgut vereinnahmt hat, ist zurück. Der Vollgas-Branche tut die
Rückkehr “Seiner Eiligkeit” gut, das Duell des Ex-Privatiers gegen
die Protagonisten der Nach-Schumacher-Generation verspricht das
Spektakel auf der Piste, das die Königsklasse nach einem eher blassen
Jahr herbeisehnt.
Schumacher elektrisiert, mobilisiert und polarisiert. Nicht jeder
mag seine mitunter spröde Art; er will kein Volksheld sein, ist aber
einer. Das abgeschirmte Leben in der steuertechnisch eher defensiven
Schweiz, die raren Auftritte in seinem Heimatland zeugen von einer
einseitigen Entfremdung. Der Popularität Schumachers und dem
Vertrauen in seine Fähigkeit hat das aber nichts anhaben können.
Schumacher hat sich mit seinem Comeback nur scheinbar auf dünnes
Eis begeben, gleichwohl bleiben Risiken. Unwägbarkeiten, denen sich
auch Größen wie PS-Legende Niki Lauda, Boxer Muhammad Ali,
Basketballer Michael Jordan oder Radstar Lance Armstrong ausgesetzt
sahen – mit unterschiedlichen Folgen. Letztlich geht es bei
Schumacher um die Beantwortung der spannenden Frage, ob er es noch
kann. Die Eindrücke der ersten Runden in der arabischen Wüste stimmen
zuversichtlich.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: 0541/310 207
No Comments on "Neue OZ: Kommentar zu Motorsport / Formeleins"