Neue OZ: Kommentar zu Motorsport / Formel 1 / GP Indien



Osnabrück (ots) – Erste und Dritte Welt

Es schien alles den Klischees zu entsprechen: eine Kuhherde vor den Kassenhäuschen, streunende Hunde auf der Piste oder partielle Stromausfälle in den ersten Tagen. Dennoch hat der neue Kurs in Greater Noida vor den Toren der indischen Mega-City Neu-Delhi seine Feuertaufe bestanden.

Gut gefüllte Tribünen, ein begeisterungsfähiges und dankbares Publikum. Die Formel 1 wurde hofiert und gefeiert. Dennoch löste die Veranstaltung auch Beklemmung aus, nicht nur wegen der jüngsten Todesfälle im Motorsport.

Ähnlich wie die Fußballstadien der WM von 2010 in Südafrika, die Raumschiffen glichen, ist der Buddh-Circuit mit seinem Erste-Klasse-Ambiente ein Anachronismus. Aber das Protzen gehört in der Königsklasse dazu; das Bewusstsein, im goldenen Käfig zu sitzen, ist ausgeprägt. Die meisten der Protagonisten interessiert es nicht weiter, wenn Erste und Dritte Welt so massiv aufeinanderprallen. Egal, ob in Indien, Malaysia oder Brasilien.

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