Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Salzburger Festspiele



Osnabrück (ots) – Warum die ganze Aufregung?

Alexander Pereira gibt den Salzburger Festspielen, was sie verlangen: Stars und Glamour. Ohne die Netrebkos, Kaufmänner oder Domingos ist das Festival nur die Hälfte wert, also kauft Pereira sie ein. Und von jeher ist Sehen und Gesehenwerden dort mindestens genauso wichtig wie die Premiere im Festspielhaus. All das wird nun noch eine Spur glamouröser, warum also die ganze Aufregung?

Pereira hebt die Festspiele auf ein neues Level: 25 Prozent mehr Etat innerhalb von zwei Jahren ist eine amtliche Hausnummer. Gleichzeitig werden die ohnehin schon teuren Karten noch teurer, wird der Status des Festivals als Eventgala für die Reichen zementiert. Demjenigen, der es sich leisten kann, wird gefallen, was Pereira vorhat.

Im Kuratorium hingegen wächst offenbar allmählich der Eindruck, ihm entgleite die Macht über den neuen Besen. Pereira wirbelt, wirbt um neue Sponsoren, erweitert das Angebot, und fordert mehr Geld von der Politik. Und das für ein Festival, das immer mehr Bürger ausschließt.

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Neue Osnabrücker Zeitung
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Telefon: +49(0)541/310 207

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