Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Film / Oper



Osnabrück (ots) – Unter Tränen der Oma danken

Bei der Oscar-Gala im vergangenen Jahr gab es einen peinigenden Augenblick: Nachdem die Moderatoren James Franco und Anne Hathaway sich verkrampft durch den Abend geblödelt hatten, trat der achtfache Oscar-Gastgeber Billy Crystal auf die Bühne – um an den 18-fachen Gastgeber Bob Hope zu erinnern. Und ein stummer Gedanke lag in der Luft: Gemeinsam kommen Hope und Crystal also auf volle 26 Oscar-Nächte, die besser als die aktuelle waren.

Es ist aber auch schwer! Die Gala soll nicht nur Spitzenleistungen des Entertainments präsentieren. Sie muss auch selbst unterhalten. Und das, obwohl selten mehr zu sehen ist als der tränenreiche Dank an die Omi. Der Drahtseilakt zwischen Glamour und Selbstironie gelingt nur den Balance-Künstlern unter den Conférenciers, Crystal hat den richtigen Ton schon getroffen, in den 90er-Jahren. Der Zeitgeist hat sich gewandelt. Aber nur Mut: Auch Hope war ja über mehrere Jahrzehnte gut!

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Neue Osnabrücker Zeitung
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