Osnabrück (ots) – Dollarzeichen im Auge des Liebhabers
Das Verhältnis von Kunst und Kommerz ist beim Kino traditionell
besonders eng. Man muss Filme deswegen nicht mit Dollarzeichen in den
Augen ansehen – wie die Studiobosse aus Hollywoods Goldener Ära. Aber
es wäre naiv, die Leinwand nicht als Wirtschaftsfaktor zu begreifen.
Kulturstaatsminister Bernd Neumann macht vor, wie gut Begeisterung
für den Film und Bewusstsein für den Markt zusammenpassen. Vor drei
Jahren hat er den Filmförderfonds aufgelegt. Seitdem kann er Jahr um
Jahr mit Zahlen argumentieren, die auch in kunstfernen Kreisen
überzeugen.
Der Fonds holt internationale Produktionen inzwischen serienweise
nach Babelsberg. Mit ihnen kommen Produktionsprofis, die ihr Know-how
dalassen. Und Stars, die gut fürs Image sind und Begeisterung für den
Film schaffen. Das bleibt nicht ohne Wirkung. In der vergangenen
Woche meldeten die deutschen Kinos ein Umsatzplus von 25 Prozent. Das
ist mehr als nur Zufall. Hierzulande produzierte Filme sind beim
Publikum besonders beliebt.
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