Osnabrück (ots) – Druck erhöhen
Hells Angels, Bandidos, Outlaws: Mit der Easy-Rider-Romantik
Hollywoods haben diese Gruppen nichts gemein. Längst sind
Rockerbanden zu festen Größen der organisierten Kriminalität geworden
- auch in Deutschland. Mit Waffenschiebereien, Menschen- und
Drogenhandel verdienen sie Millionen.
Es ist völlig richtig, wenn die Politik diesem gefährlichen
Treiben ein Ende setzen will. Mit einem Verbot von Clubs – wenn sich
alle Innenminister denn darauf einigen könnten – wird das freilich
nicht gelingen. Ein Verbot mag Organisationen und Club-Treffpunkte
zerschlagen, aus den Mitgliedern aber sicher keine besseren Menschen
machen. Sie werden sich im Untergrund neu organisieren und damit
zunächst vom Radar der Behörden verschwinden. Hinzu kommt, dass ein
Verbot juristisch nicht leicht umzusetzen ist. Der Staat muss den
schwierigen Nachweis führen, dass die Straftaten Einzelner im
Interesse oder auf Geheiß der Clubspitze erfolgen und die kriminellen
Gewinne in der Bandenkasse landen.
Anstatt fruchtlose Verbotsdebatten zu führen, gilt es Hells
Angels, Bandidos und Co. massiv zuzusetzen. Denn – das ist die gute
Nachricht – die Polizei hat Rockerbanden längst als große Gefahr für
die Sicherheit erkannt. Die Clubs sind durch Kontaktleute
infiltriert, Sonderermittler haben die Szene fest im Visier. Diesen
Druck gilt es noch zu erhöhen. Das ist aufwendig, aber ohne
Alternative.
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