Osnabrück (ots) – Brennpunkt Teheran
Vor wenigen Tagen Unterzeichnung des neuen Abrüstungsabkommens
START mit dem russischen Präsidenten Medwedew in Prag, jetzt
Gastgeber einer hochkarätigen Konferenz zur nuklearen Sicherheit in
Washington: Barack Obama drückt in der Atompolitik aufs Tempo. Gut
so. Denn die Gefahren durch die Verbreitung von Nuklearwaffen und
durch Terroristen mit “schmutzigen Bomben” sind offensichtlich. Hier
besteht kein Erklärungs-, sondern ausschließlich Handlungsbedarf.
Daran wird Obama gemessen. Von ihm werden handfeste Erfolge
erwartet, etwa in der künftigen Lagerung und Kontrolle von spaltbarem
Material speziell in – vorsichtig formuliert – unübersichtlichen und
instabilen Regionen.
Beispiel Iran. Was dort atomar tatsächlich geschieht, bleibt
weitgehend im Verborgenen. Das macht die Lage so bedrohlich. Wenn
dies weiter hingenommen würde, könnte sich Ähnliches auch schnell
anderswo ereignen.
Umso wichtiger, dass die Gefahrenquelle rasch eingedämmt wird.
Sonst könnten am Ende doch Militärs statt Diplomaten zur Lösung der
Probleme gerufen werden. Das liefe auf eine Katastrophe hinaus. Egal,
was der Washingtoner Gipfel beschließen sollte: Der Iran-Konflikt
überstrahlt derzeit alles. Die Ayatollahs dürfen mit ihrem Tricksen,
Tarnen, Täuschen nicht durchkommen.
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